Aus- und Ableitungsverfahren
(Aschner-Verfahren)

Dies sind Behandlungsmethoden, bei denen schädliche oder überflüssige Körpersäfte in geschädigten, schmerzhaften Regionen des Körpers mit Stauungen und entzündlichen Reaktionen vermehrt zur Ausscheidung gebracht werden. Deshalb wird diese Therapie als konstitutionsumstimmende Allgemeinbehandlung verstanden, die aktiv dabei hilft, die körpereigenen Prozesse wieder in Gang zu setzten.

Zitat PARACELSUS: "Denn wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe anhäufen und ausleeren. Wo sie dies nicht selbst fertig bringt, dort mache man ein Loch in die Haut  und lasse diese heraus."

Die Aschner-Verfahren umfassen unterschiedliche Therapieformen:

  • Schröpfen (blutig/unblutig)
  • Blutegelbehandlung
  • Aderlass
  • Baunscheidt-Verfahren
  • Cantharidenpflaster

Schröpfen

Das Schröpfen gehört zu den klassischen Ausleitungsverfahren und ist eine Therapieform, die das Ziel verfolgt, Blockaden aufzulösen, um auf diesem Weg den Energiefluss des Körpers anzuregen. Durch aufsetzten von Schröpfgläsern auf die Haut wird durch eine Unterdrucktechnik Wärme erzeugt, die Durchblutung aktiviert, sowie die zu behandelnde Stelle entkrampft und gelockert. So entsteht ein Reiz im Organismus, der Blockaden auflöst, für Entschlackung der betroffenen Stellen sorgt und die Selbstheilungskräfte anregt, so dass auch Infektionen schneller abklingen können.

Eingesetzt wird die Schröpftherapie vor allem bei ...

  • Erkrankungen im Muskel- und Bewegungsapparat
  • Verspannungen
  • Schmerzzuständen
  • Arthrosen
  • als Reflexzonentherapie bei inneren Erkrankungen

Aderlass

Der Aderlass gehört zu einer der ältesten Heilmethoden überhaupt und wird den Ausleitungsverfahren zugeordnet.
Hierbei werden aus der Vene zwischen ca.50 ml bis 300 ml Blut entnommen. Aus naturheilkundlicher Sichtweise liegt hier der Fokus auf der Reinigung sowie auf Förderung der Entlastung des Blutes gelegt. Die hier erzeugte Verringerung des Blutvolumens, sorgt für Entlastung an den Gefäßwänden sowie der Anregung zur Verbesserung der Fließgeschwindigkeit, v. a. in entsprechenden Organregionen. Hierbei findet eine Verbesserung der Durchblutung des Gewebes statt. Giftstoffe werden dadurch intensiver ins Gefäßsystem und somit zur Ausscheidung geleitet. Durch den Aderlass wird die Neubildung der Blutzellen angeregt. Weiterhin findet dadurch eine Verbesserung der Durchblutung, des Sauerstofftransportes, der Fließeigenschaft sowie des Immunsystems statt.

Der Aderlass wird erfahrungsgemäß angewendet bei

  • Bluthochdruck
  • Entzündungen
  • Stoffwechselverbesserungen
  • zur Entgiftung
  • Stauungen
  • Neigung zu Schlaganfall oder Herzinfarkt

Baunscheidtieren

Dieses Verfahren ist eine großflächige Hautreiztherapie, die durch Sticheln mit einem speziellen Instrument und anschließendem Einreiben mit einem speziellen Öl eine Pustelbildung bzw. entzündliche Reizung der Haut verursacht. Es zählt zu den ausleitenden Verfahren und wirkt über ein flächenhaft wirkendes Reflexverfahren, das zu hautausleitenden Effekten führt. Nach der Behandlung mit dem sogenannten „Lebenswecker“ zeigt sich häufig eine Reaktion des vegetativen Nervensystems in Form von Entspannung und wohliger Wärme, im weiteren Verlauf aber auch eine vitalisierende Wirkung.

Indikationen sind hauptsächlich:

  • chronische Entzündungen
  • allgemeine Schmerz- und Reizzustände
  • Verkrampfungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Gicht
  • Arthrosen, Arthritiden
  • Multiple Sklerose
  • Lungenleiden
  • Bandscheibenschäden
  • Migräne
  • Neuritiden
  • Lumbalgien und Ischialgien
  • Neuralgien

Cantharidenpflaster

Das Cantharidenpflaster gehört ebenfalls zu den Ausleitenden Heilverfahren, das den Körper dabei unterstützt, abgelagerte Stoffwechselendprodukte loszuwerden.
Dies Pflaster  ist mit dem Wirkstoff Cantharidin,  dass  aus der Spanischen Fliege gewonnen wird, versetzt. Das auf eine Hautstelle aufgeklebte Pflaster setzt einen entzündungserzeugenden und durchblutungsanregenden  Prozess in Gang, wodurch Flüssigkeit ins Gewebe austritt und es dadurch zur Quaddel- und Blasenbildung der Haut kommt. Durch vermehrte Aktivität des Lymphsystems werden Schadstoffe und Schlacken aus dem Gewebe abgeleitet.

Einsatzbereiche des Pflasters sind:

  • chronische Entzündungen
  • Trigeminusneuralgien
  • Schwindel
  • Ohrenentzündungen
  • Tinnitus
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Gelenkschmerzen
  • Ischiasschmerzen
  • Asthma bronchiale
  • nervale Störungen
  • Depressionen

 

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